Den meisten Lebensläufen fehlt das Leben
Warum heißt der Lebenslauf eigentlich „Lebenslauf“, wenn die meisten Lebensläufe heute nicht mehr sind als eine maximal auf zwei Seiten reduzierte Dokumentation beruflicher Stationen und Ausbildungszeiten?
Warum heißt der Lebenslauf eigentlich „Lebenslauf“, wenn die meisten Lebensläufe heute nicht mehr sind als eine maximal auf zwei Seiten reduzierte Dokumentation beruflicher Stationen und Ausbildungszeiten?
Frohes Neues, liebe Leserinnen und Leser meines Blogs. Es war in den letzten Jahren hier etwas stiller, doch was wäre ein Jahreswechsel ohne gute Vorsätze? Sagt der, der dieses „Gute-Vorsätze“-Ding seit Jahren für überschätzt erklärt ;) Wie dem auch sei: Ich habe Lust und werde hier wieder häufiger schreiben. Den Auftakt machen meine früher fast schon traditionellen Karrieretrends zum Jahreswechsel.
Naturgemäß sitzen mir im Coaching oft maximal frustrierte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Nicht nur, weil ihre Aktivitäten bisher nicht zum neuen Job geführt haben, sondern auch, weil sie in Bewerbungsprozessen erlebt haben, was sie sprach- und fassungslos macht. Sie schimpfen über nichtssagende Stellenausschreibungen, schlecht programmierte Eingabemasken, verbotene Fragen in Gesprächen und respektlose Absagen. Hier sind die 11 häufigsten Aufreger, die Bewerber heute nerven und meine Tipps, wie du besser damit umgehen kannst.
Kommen Jobwechsler zu mir, um ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten, dann steht vielen von ihnen die Angst ins Gesicht geschrieben. Wieviel Ehrlichkeit im Bewerbungsgespräch ist geboten, was sind die erwünschten Antworten auf die typischen Personalerfragen und wann ist es ok, mit gutem Gewissen etwas zu verheimlichen? Viele Jobwechsler befürchten, dass sie zu viel Ehrlichkeit aus dem Rennen kickt und der Traum vom neuen Job endet. Wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du, dass ich ein Fan von Klarheit im Bewerbungsprozess bin. Hier sind 5 Themen, über die du ehrlich sprechen darfst und zu deinem Selbstschutz auch sprechen solltest.
Ja, es kann heute so einfach sein – ein guter Prompt und gekonnt mit Lebenslauf und Stellenausschreibung gefüttert schreibt ChatGPT ziemlich gut klingende Anschreiben. Das Netz wird in den letzten Monaten geflutet von Tipps für Anschreiben mit ChatGPT und auch einige Karrierecoachs raten Bewerbern, lieber auf die KI statt das eigene Schreibtalent zu setzen. Meine Perspektive auf die Vorteile und Gefahren, ChatGPT für die eigene Bewerbung zu nutzen.
Immer wieder stolpere ich über Karriere- und Bewerbungstipps, wie vor allem Frauen mit einer Elternzeit im Lebenslauf umgehen sollten – oft im Zusammenhang mit dem Begriff „Karriereknick“. Der Tenor ist, die Elternzeit müsse „richtig in Szene gesetzt“ und im Lebenslauf mit Aktivitäten gefüllt werden, die eine berufliche Weiterentwicklung beweisen.
Ein neues Phänomen zeigt sich aktuell im Arbeitsmarkt und sorgt für viel Frust bei Jobwechslern: Sie merken kurze Zeit nach Antritt ihrer neuen Stelle, dass es nicht passt. Die Ursache nenne ich „Blind Signing“ – die zu schnelle oder unüberlegte Unterschrift eines Arbeitsvertrags. Über die Hintergründe von Blind Signing und worauf Jobwechsler jetzt besonders achten sollten, um nicht zu schnell in unpassende Jobs zu rutschen:
Reicht eine Bewerbung ohne Anschreiben? Diese Frage stellen mir nicht nur viele Bewerber/innen im Coaching, sondern sie treibt heute auch etliche Arbeitgeber für ihre Recruiting-Prozesse um. In Zeiten des Fachkräftemangels soll der Verzicht auf ein Anschreiben die Bewerbungshürden senken. Doch ich sehe bei meiner Arbeit mit Jobwechslern, dass es viele von ihnen allein mit ihrem Lebenslauf nicht in die nächste Runde schaffen. Formulieren sie ein Begleitschreiben, das Klarheit schafft und einen Mehrwert über ihren Lebenslauf hinaus bietet, dann folgen die Einladungen. Hier sind 9 Wechselsituationen, in denen ein Anschreiben heute noch besonders wichtig ist.
Wer sagt eigentlich, dass in einem Bewerbungsgespräch nur Arbeitgeber Stressfragen stellen dürfen? Echte Augenhöhe im Bewerbungsprozess bedeutet gleiches Recht für alle ;-) Ich habe für Sie als Bewerber/in zehn (gar nicht so stressige) Fragen zusammengestellt, die Ihnen viel über eine potenzielle Führungskraft verraten können.
Manche Arbeitgeber erhalten heute auf ihre Stellenausschreibungen exakt null Bewerbungen, wohingegen IT-Experten täglich mit Jobangeboten von Headhuntern überschüttet werden. Die Anzahl der offenen Stellen liegt deutlich über dem Niveau vor Corona und der Arbeitsmarkt ist in großen Teilen zum Arbeitnehmermarkt geworden. Doch die neue Stärke der Wechselbereiten ist in den Köpfen vieler Bewerberinnen und Bewerber noch nicht angekommen. Warum die Zeit der Bittsteller vorbei ist und was jetzt eine gute Haltung im Gespräch mit potenziellen Arbeitgebern auszeichnet.
„Bewerben Sie sich unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung und frühestmöglichem Eintrittstermin.“ So oder ähnlich steht es heute unter fast jeder Stellenausschreibung. Wenn eine Gehaltsangabe gefordert ist, dann sollten Sie in der Bewerbung dazu auch Stellung nehmen. Doch was ist ein guter Wert für Ihren Gehaltswunsch? Wann verkaufen Sie sich zu billig und wann pokern Sie zu hoch – und wie im Anschreiben formulieren? So finden Sie heraus, welches Gehalt für welche Position angemessen ist und wie Sie mit Ihrer Bewerbung Klarheit schaffen.
Ein Lebenslauf darf nicht länger als zwei Seiten sein, wollen viele Bewerber irgendwo gelesen haben. Was für Bachelor-Absolventen keine Herausforderung ist, setzt Berufserfahrene spätestens ab 40 unter Druck. Die Schriftgröße wird auf das lesbare Minimum reduziert, alte Positionen werden gestrichen und das Bewerberprofil gleicht einem Steckbrief. Es wird Zeit, die starre „2-Seiten-Regel“ durch eine neue Formel für die Anzahl der Seiten zu ersetzen. Denn ein guter Lebenslauf darf mit Ihrem Alter wachsen.
Mit der sich entspannenden Corona-Lage finden wieder zunehmend Vorstellungsgespräche live vor Ort persönlich im Unternehmen statt. Anders als bei einem Video-Call bieten sie dir viele zusätzliche Perspektiven, die du als Bewerberin oder Bewerber jetzt wieder bewusst wahrnehmen solltest: Welche Stimmung herrscht im Unternehmen, wie begegnen dir deine Gesprächspartner und kannst du dir vorstellen, dort vor Ort motiviert und entspannt zu arbeiten? Auf diese fünf Live-Eindrücke solltest du bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch jetzt wieder achten, um für dich eine noch bessere Jobentscheidung zu treffen.
Wenn mir Jobwechsler und Bewerber im Vorgespräch für ein Coaching berichten, dass sie auf 100 oder sogar nach 200 Bewerbungen nur Absagen erhalten haben, dann weiß ich, dass hier systematisch etwas schief läuft. Es hat nie etwas mit ihrer Qualifikation zu tun, sondern sie selbst sind es, die sich mit steigender Anzahl der Bewerbungsversuche immer stärker im Weg stehen. Dies sind die fünf häufigsten Ursachen hierfür und meine Tipps, was du tun kannst, um als Jobwechsler wieder auf den richtigen Weg zum neuen Job zu finden.
Je digitaler und schneller unsere Arbeitswelt wird, umso mehr gewinne ich im Coaching mit Jobwechslern den Eindruck, dass sie auf ihre Bewerbungen immer häufiger gar keine Antwort mehr von Arbeitgebern erhalten. Bewerberinnen und Bewerber schicken massenweise Unterlagen raus, doch ein Großteil hiervon scheint entweder irgendwo im Recruiting-Nirvana zu verschwinden oder es gibt gar keine Stelle zu besetzen. Das ist nicht nur extrem frustrierend, sondern Wertschätzung sieht auch anders aus. Was tun – nachfassen oder abhaken?